"Einen Tag vor der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Kurort Davos sind im Süden Brasiliens Tausende Globalisierungskritiker zu einem Weltsozialforum zusammengekommen. Das fünftägige Treffen in Porto Alegre steht unter dem Titel "Kapitalistische Krise, soziale und ökologische Gerechtigkeit".
Der Chef der UN-Welternährungsorganisation (FAO), José Graziano, forderte zum Auftakt des Forums verstärkte Bemühungen im Kampf gegen den Hunger. Außerdem mahnte er eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft an. "Der Kampf gegen den Hunger ist nicht ein Kampf einer einzelnen Regierung. Es ist die Gesellschaft, die vereint entscheidet, dass der Hunger aufhört", sagte der Brasilianer. Der FAO-Etat von etwa einer Milliarde Dollar sei klein für die Herausforderung, einer Milliarde hungernden Menschen zu helfen. ..."
Quelle / gesamter Beitrag: Tagesschau
Donnerstag, Januar 26, 2012
Dienstag, Januar 24, 2012
Frauen in der Neonaziszene
"Frauen mit rechtsextremer Gesinnung drängen vermehrt in pädagogische Berufe, sagt der NDR-Journalist Andreas Speit. Die NPD habe das erkannt und rufe rechte Frauen ausdrücklich dazu auf, Lehrerin oder Kindergärtnerin zu werden.
Sandra Pfister: Zunächst galt sie als Betthäschen in einer rechtsextremen Ménage à trois - allmählich wird klar, Beate Zschäpe war keineswegs nur die Muse der Zwickauer Terrorzelle, sondern mit ihr hat der Rechtsextremismus in Deutschland zum ersten Mal ein weibliches Gesicht bekommen. Das Gewalttätige aber, das versuchen die Rechten in der Selbstdarstellung eher den Männern zu überlassen. Frauen sind eher fürs Mutterhafte und Soziale zuständig, und deshalb sind sie oft auch dafür da, rechtsextremes Gedankengut in Bildungseinrichtungen und Kinderköpfe zu transportieren. Die Journalisten Andrea Röpke und Andreas Speit haben über Frauen in der Neonazi-Szene ein Buch geschrieben, es heißt "Mädelssache" und ist im Sommer erschienen. Guten Tag, Herr Speit!
Andreas Speit: Schönen guten Tag!
Pfister: Herr Speit, die rechte Sache, die ist auch eine Mädelssache, wie Sie schreiben. Nun gab es ja schon immer Anhaltspunkte, dass Neonazifrauen sich gerne im Nachhilfemarkt tummeln, also quasi so eine vermeintlich softe Schiene der Infiltration wählen - welches Ausmaß hat das denn?
Speit: Da müssen wir wirklich sehr vorsichtig sein. Die NPD und gerade ihre Frauen propagieren das ganz oft und sehr schnell und stellen das auch meistens sehr schnell ins Internet, aber muss eben schauen, ob die Projekte auch wirklich umgesetzt werden. Hier und da hat es das bundesweit gegeben, vor allem erleben wir aber etwas anderes, dass Frauen ganz bewusst versuchen, ihre eigenen Kinder mehr und mehr, sag ich mal, dem staatlichen Erziehungsmonopol zu entziehen, um quasi ihre Kinder im rechtsextremen bis im nationalsozialistischen Geiste zu erziehen. ..."
Quelle / gesamter Artikel: Deutschlandfunk
Sandra Pfister: Zunächst galt sie als Betthäschen in einer rechtsextremen Ménage à trois - allmählich wird klar, Beate Zschäpe war keineswegs nur die Muse der Zwickauer Terrorzelle, sondern mit ihr hat der Rechtsextremismus in Deutschland zum ersten Mal ein weibliches Gesicht bekommen. Das Gewalttätige aber, das versuchen die Rechten in der Selbstdarstellung eher den Männern zu überlassen. Frauen sind eher fürs Mutterhafte und Soziale zuständig, und deshalb sind sie oft auch dafür da, rechtsextremes Gedankengut in Bildungseinrichtungen und Kinderköpfe zu transportieren. Die Journalisten Andrea Röpke und Andreas Speit haben über Frauen in der Neonazi-Szene ein Buch geschrieben, es heißt "Mädelssache" und ist im Sommer erschienen. Guten Tag, Herr Speit!
Andreas Speit: Schönen guten Tag!
Pfister: Herr Speit, die rechte Sache, die ist auch eine Mädelssache, wie Sie schreiben. Nun gab es ja schon immer Anhaltspunkte, dass Neonazifrauen sich gerne im Nachhilfemarkt tummeln, also quasi so eine vermeintlich softe Schiene der Infiltration wählen - welches Ausmaß hat das denn?
Speit: Da müssen wir wirklich sehr vorsichtig sein. Die NPD und gerade ihre Frauen propagieren das ganz oft und sehr schnell und stellen das auch meistens sehr schnell ins Internet, aber muss eben schauen, ob die Projekte auch wirklich umgesetzt werden. Hier und da hat es das bundesweit gegeben, vor allem erleben wir aber etwas anderes, dass Frauen ganz bewusst versuchen, ihre eigenen Kinder mehr und mehr, sag ich mal, dem staatlichen Erziehungsmonopol zu entziehen, um quasi ihre Kinder im rechtsextremen bis im nationalsozialistischen Geiste zu erziehen. ..."
Quelle / gesamter Artikel: Deutschlandfunk
Samstag, Januar 21, 2012
Aufdringlicher Konservativismus. Über Frauenquoten und andere unverdiente Beförderungen
"Quotenpolitik ist vordergründig als Debatte über Gerechtigkeit angelegt. Unterstellt wird, dass
Frauen von Männern am Arbeitsmarkt diskriminiert werden und damit ihre Gleichheitsrechte
eingeschränkt werden. Quotenpolitik wird in einer Zeit propagiert, in der Frauen angesichts
demografisch bedingter Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften mit allen Mitteln in den
Arbeitsprozess integriert werden sollen. Zwang scheint Politikern angezeigt, weil die Bedingungen
sich verschärft haben, unter denen erhebliche Teile von Frauen willens sind, langfristig in den
Arbeitsmarkt einzutreten. Zweifellos sind die Eintrittsbedingungen dieser Frauen anspruchsvoller
als die von „einfachen Hausfrauen“ in den 50iger Jahren zur Zeit großen ökonomischen
Nachholbedarfs.
Für viele Akademikerinnen unterliegt das Einkommen aus Berufstätigkeit offensichtlich einem zweifachen Abwägungsverhältnis. Einmal geht es um die Zurücksetzung der Kinder durch einkommensschöpfende Arbeit. Zum anderen geht es um den persönlichen Verlust der Erfahrung gemeinsam verbrachter Zeit mit Kindern in deren frühen Lebensjahren. Die Frage wird gestellt: wozu Kinder haben, wenn man nichts von ihnen hat? Viele Frauen scheinen nicht ohne weiteres bereit, den Preis des Verzichtes auf Gemeinsamkeit mit Kindern zu entrichten, den Väter seit Menschengedenken zu zahlen gewohnt sind: nämlich beschränkte Zeit mit Kindern. So kann auf einem hohen Niveau der Lebensgestaltung die Berufsorientierung vieler Frauen heute in eine grenzwertige Abwägung geraten, die gegen die Teilnahme am Arbeitsmarkt „mit ganzem Herzen und aller Kraft“ ausschlägt. In diesem Abwägungsverhältnis dürfte in Deutschland der entscheidende kulturelle Grund liegen, warum Frauen ihre Arbeitskraft nicht mit langfristiger Entschlossenheit dem Markt zur Verfügung stellen, wie das erforderlich wäre und in Ländern wie Frankreich praktiziert wird. ..."
Für viele Akademikerinnen unterliegt das Einkommen aus Berufstätigkeit offensichtlich einem zweifachen Abwägungsverhältnis. Einmal geht es um die Zurücksetzung der Kinder durch einkommensschöpfende Arbeit. Zum anderen geht es um den persönlichen Verlust der Erfahrung gemeinsam verbrachter Zeit mit Kindern in deren frühen Lebensjahren. Die Frage wird gestellt: wozu Kinder haben, wenn man nichts von ihnen hat? Viele Frauen scheinen nicht ohne weiteres bereit, den Preis des Verzichtes auf Gemeinsamkeit mit Kindern zu entrichten, den Väter seit Menschengedenken zu zahlen gewohnt sind: nämlich beschränkte Zeit mit Kindern. So kann auf einem hohen Niveau der Lebensgestaltung die Berufsorientierung vieler Frauen heute in eine grenzwertige Abwägung geraten, die gegen die Teilnahme am Arbeitsmarkt „mit ganzem Herzen und aller Kraft“ ausschlägt. In diesem Abwägungsverhältnis dürfte in Deutschland der entscheidende kulturelle Grund liegen, warum Frauen ihre Arbeitskraft nicht mit langfristiger Entschlossenheit dem Markt zur Verfügung stellen, wie das erforderlich wäre und in Ländern wie Frankreich praktiziert wird. ..."
Hinrich Rosenbrock: Die antifeministische Männerrechtsbewegung – Denkweisen, Netzwerke und Onlinemobilisierung
"Eine Untersuchung von Hinrich Rosenbrock beleuchtet die Antifeministische Szene und Rosenbrock berichtet Vorab in der Faz hierzu.
Er stellt dort die These auf, dass die
Männerrechtler (aus seiner Sicht anscheinend gleichzusetzen mit dem
Antifeminismus) sogar den Männern schaden.
Das finde ich so allgemein eine sehr gewagte These.
Ich würde ihm ja sogar zustimmen, dass
Teile des Antifeminismus viel zu radikal sind und in dieser Hinsicht
Männer tatsächlich schädigen und zwar aus zwei Gründen:
- Mit ihrer Radikalität schaffen sie ein billiges Feindbild, dass Leute wie Rosenbrock aufgreifen können um die Männerbewegung abzuwerten.
- Ihre Gesellschaftsvorstellungen und Gesetzesvorhaben sind – natürlich nur in Teilen, nicht hinnehmbar für Mann oder Frau. In einer Welt mit Imion oder Zhen etc als Gesetzgeber möchte ich persönlich als Mann nicht leben. Da nehme ich in der Tat lieber den gegenwärtigen Zustand.
Dessen ungeachtet übersieht er denke ich
aber die nicht radikale Seite des Antifeminismus und der Männerbewegung.
Schließlich gibt es in diesem Bereich deutlich mehr Strömungen als nur den radikalen Teil. ..."
Quelle / gesamter Text: Alles Evolution
Donnerstag, Januar 19, 2012
Hassobjekt softer Mann: Die Sehnsucht der Frauen nach dem Macho
Nach der schleichenden Abwertung des Mannes und seiner Gefühle und Befindlichkeiten versuchen sich nun einzelne Leitmedien mit einer Sicht auf weibliche Ablehnungshaltungen. Zum Spiegelartikel zum Thema bitte hier entlang.
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Feminismus | Maskulismus,
Gleichstellung
Dienstag, Januar 17, 2012
CSU-Mann applaudiert NSU
"Wären die von den Neonazi-Terroristen ermordeten Opfer nicht nach Deutschland gekommen, wären sie heute am Leben. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl, fordert daher eine Einwanderungspolitik, die diese Kausalkette unterbricht. ..."
Gesamter Artikel: Migazin
Gesamter Artikel: Migazin
Labels:
(Staats)Faschismus,
Scheindemokratie
Donnerstag, Januar 12, 2012
Eckhard Kuhla (Hrsg.) „Schlagseite – MannFrau kontrovers“

"Vorliegendes Buch ist ein schwerer Brocken für jene, die bereit sind, ihre Weltsicht aufzubrechen. Und auch für jene, die schon viel Absurdes aus den Amts- und Medienstuben dieses Landes sowie seiner europäischen Administration vernommen haben, staunen noch immer nicht schlecht. Aber warum?
Zunächst einmal zu den Fakten: 14 Fachleuten aus Soziologie, Gleichstellung, Sprachforschung, Medienwissenschaften, Recht, Politologie, Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Informatik, Journalistik, Geschlechterpolitik und Philosophie brachten Ihre Forschungs- und Rechercheergebnisse der letzten Jahre in dieses Buch ein.
Aus zahlreichen Puzzlestückchen setzt sich in „Schlagseite – MannFrau kontrovers“ ein beklemmendes Gesamtbild einer Gesellschaft oder vielmehr Kaste zusammen, die allzu oft damit glänzt, politisch korrekt, integrativ und demokratisch zu handeln.
So schwer man einigen allzu absurden Positionen zu glauben vermag – jede Ausführung wird durch jahrelange Forschung und seriöse Quellen zu einem Fakt.
Und was man neben den bekannten Mechanismen einer zunehmend männerfeindlichen Gesellschaftsideologie nicht alles zu lesen bekommt!
Die Grundlagen der Natur, Fressen und Gefressen werden, entsprächen nicht der Wahrheit, sondern männlich-aggressiven Denkweise der hauptsächlich männlich besetzten Wissenschaftswelt. Generell seien wissenschaftliche Erkenntnisse viel „freier“ und subjektiv fraulicher (ohne ohnehin männlich belastete Quellenstudien und -zitate) zu erstellen, wie beispielsweise Thomas Gesterkamp unter Beweis stellte.
Große Künstler aus Malerei und Musik seien selbst bei dünnster Faktenlage nur mithilfe ihrer aufopfernden Frauen, die sie nur benutzt, nie aber wirklich geliebt haben, zu großen Künstlern geworden.
Der Mann sei aufgrund seiner „minderwertigen“ Gene ein ebenso minderwertiges Wesen; mitunter forderten im Übrigen zur Hamburger Frauenwoche vor einigen Jahren einzelne Vertreterinnen des Extremfeminismus´ schon ab 20 Uhr männerfreie Straßen. ..."
Buchkauf / gesamte Rezension: Amazon
Dienstag, Januar 10, 2012
Die Gegensätze unserer Zeit

"Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Annehmlichkeiten, aber weniger Zeit.
Wir haben mehr Ausbildung, aber weniger Verstand,
mehr Wissen, aber weniger Einsicht,
mehr Experten, aber mehr Probleme,
mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.
Wir sind zum Mond geflogen,
aber wir haben Probleme die Straße zu überqueren,
um unsere neuen Nachbarn zu treffen.
Wir erfinden immer größere Computer
Und erhalten immer mehr Informationen,
die mehr Papier verbrauchen als je zuvor,
aber leben weniger Kommunikation.
Wir erhalten immer mehr Quantität,
aber weniger Qualität.
Es ist die Zeit des Fast Foods und schlechter Verdauung,
große Leute, aber kleine Charakter,
hohe Gewinne, aber oberflächliche Freundschaften.
Es ist die Zeit, wo viel gezeigt wird,
aber wenig dahinter steht."
XIV. Dalai Lama
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