"Wer heute eintaucht in die Welt einer deutschen Hochschule, der wird unweigerlich auf allen Gebieten mit dem Thema Gender konfrontiert. Der dahinter stehende Anspruch ist so umfassend und der Entwicklungsprozess so weit fortgeschritten, dass Vertreter führender deutscher Hochschulen die Universität als „grundlegend ‚gegenderte‘ Organisation“ auffassen1. Dies beginnt mit einer Ausrichtung der Forschungsgebiete in den geisteswissenschaftlichen und pädagogischen Fächern hin zu „Gender-Themen“, aus deren Studium „Gender-Wissen als Schlüsselkompetenz“ erwachsen soll. Damit verbunden sind „gendergerechte Lehre“ sowie „gendergerechte Sprache, Didaktik und Stoffpräsentation“. Über die an den Hochschulen ausgebildeten Pädagogen soll die „Genderkompetenz“ in die Gesellschaft hinein wirken, „denn gerade Lehrberufe transportieren über Sprache und Didaktik unbewusste Rollenbilder und Rollenfestschreibungen“2. Als Konsens vorausgesetzt wird dabei, dass solche unbewussten Rollenbilder per se negativ seien und aufgebrochen werden müssten. ..."
Quelle / gesamter Artikel: Streitbar
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