"Immer wieder mal wird mir angetragen, ich wäre aufgrund meines Engagements „frauenfeindlich“. Bemerkenswerterweise erfahre ich diese Einschätzung nie direkt, sondern fast immer über Dritte. Fakt ist, dass ich aus eigener früherer Betroffenheit als ausgegrenzter Vater heraus damit begonnen habe, mich gegen Ausgrenzung stark zu machen. Aufgrund eigener Erfahrungswerte aus männlicher Sicht. Ich bin seit Beginn meines Engagements bestrebt, meinen Horizont zu professionalisieren. Gespräche mit Fachleuten, meine Tätigkeit als Autor, die Berufung, in der PapaYa-Redaktion mitzuarbeiten geben mir via kooperierenden Professionen und oder deren Interviewbereitschaft den richtigen Weg zu verstehen. Basis meiner Argumentation sind wissenschaftliche Studien und oder seriöse Medienbeiträge.
Dass der politische wie mediale Mainstream nur langsam umdenkt und bisher Tabuthemen weitestgehend ausblendete, bedeutet nicht deren Nichtexistenz. Es ist zwar nicht populär aber zum Teil vielfach belegt, dass Männer einen ungleich schwereren Stand als umgangswillige Eltern haben, in ähnlich hoher Zahl häusliche Gewalt erfahren, einer ungleich höheren Suizidrate erliegen, den Großteil der Obdachlosen ausmachen, mit 92% den Löwenanteil der Berufsunfalltode ausfüllen, um Jahre eher sterben, um Jahre später eine Krebsvorsorge bekommen oder wie die Mütter dabei zuschauen müssen, wie ihre Söhne in der Schule bei gleicher Leistung schlechter benotet werden. Belegt im Sinne von „wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen“. Eine Vielzahl verlinkter Studien finden sich auf der Website des von mir initiierten Vereins www.gleichmass-ev.de.
Nun ist es an dem, dass ich mich im gleichen Kontext wie Fachleute wie Astrid von Friesen, Karin Jäckel, Monika Ebeling, Ursula Kodjoe, Beate Kricheldorf, der „WikiMannia“- und „Femokratie“-Administratorin Christine Luka und auch bei Facebook zahlreichen privat sehr bewussten Frauen wie Nicole, Ana, Christa, Christina, Anne, Evelyn (um nur einige namentlich geschützt zu nennen) bewege und eine hohe Schnittmenge zwischen deren und meinen Positionen zu verzeichnen ist. Um nur die Frauen zu nennen.
Darüber hinaus entschieden oder entscheiden sich wiederholt Fachleute wie die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte, ein Geraer Psychotherapeut, weitere Pädagogen, Theologen, Erziehungswissenschaftler, Verleger, Vereinsvorstände und ein Familienrichter außer Dienst dafür, mein und damit das Engagement des von mir mitbegründeten vorgenannten Vereins zu unterstützen. Durch Fördergelder, durch Beiträge in meiner Anthologie „Kinderherz“, durch Spenden, Ideenaustausch, Referenzen oder durch die Bereitschaft, gemeinsame tragfähige Netzwerke für eine sinnvolle Familienhilfe aufzubauen.
Last but not least: die halbe „PapaYa“-Redaktion ist weiblich, eine Vielzahl meiner Gespräche für das Manuskript „Akte Jugendamt“ führe ich mit Frauen.
Sind all diese insbesondere weiblichen Fachleute demzufolge frauenfeindlich? Oder die weiblichen Betroffenen und Engagierten? Oder die Medien, die endlich erkennen, welche Tabu´s noch in unserer Gesellschaft schlummern? Oder ist es nicht vielmehr so, dass eine wachsende Zahl von Menschen erkennt, dass das Ringen um Frauenrechte absolut seine Berechtigung hatte und hat, dies aber keineswegs zulasten des anderen, des männlichen Geschlechts erfolgen darf?
Wer mich frauenfeindlich nennt, schuldet mir eine Erklärung mit entsprechenden Quellen. Sollte mir Frauenfeindlichkeit oder missverständliche Positionierung nachgewiesen werden können, distanziere ich mich öffentlich davon. Ich stelle mich gern und unbedingt der Diskussion, wenn sie nicht in Ebenen abgleitet, die nicht mehr als diskussionswürdig anzuerkennen sind. Was ich nicht zulassen werde: mir den Mund verbieten lassen oder fundiertes Studienmaterial als „unseriös“ einstufen. In diesem Sinne, vielen Dank.
D. Admin"
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