"Quotenpolitik ist vordergründig als Debatte über Gerechtigkeit angelegt. Unterstellt wird, dass
Frauen von Männern am Arbeitsmarkt diskriminiert werden und damit ihre Gleichheitsrechte
eingeschränkt werden. Quotenpolitik wird in einer Zeit propagiert, in der Frauen angesichts
demografisch bedingter Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften mit allen Mitteln in den
Arbeitsprozess integriert werden sollen. Zwang scheint Politikern angezeigt, weil die Bedingungen
sich verschärft haben, unter denen erhebliche Teile von Frauen willens sind, langfristig in den
Arbeitsmarkt einzutreten. Zweifellos sind die Eintrittsbedingungen dieser Frauen anspruchsvoller
als die von „einfachen Hausfrauen“ in den 50iger Jahren zur Zeit großen ökonomischen
Nachholbedarfs.
Für viele Akademikerinnen unterliegt das Einkommen aus Berufstätigkeit offensichtlich einem zweifachen Abwägungsverhältnis. Einmal geht es um die Zurücksetzung der Kinder durch einkommensschöpfende Arbeit. Zum anderen geht es um den persönlichen Verlust der Erfahrung gemeinsam verbrachter Zeit mit Kindern in deren frühen Lebensjahren. Die Frage wird gestellt: wozu Kinder haben, wenn man nichts von ihnen hat? Viele Frauen scheinen nicht ohne weiteres bereit, den Preis des Verzichtes auf Gemeinsamkeit mit Kindern zu entrichten, den Väter seit Menschengedenken zu zahlen gewohnt sind: nämlich beschränkte Zeit mit Kindern. So kann auf einem hohen Niveau der Lebensgestaltung die Berufsorientierung vieler Frauen heute in eine grenzwertige Abwägung geraten, die gegen die Teilnahme am Arbeitsmarkt „mit ganzem Herzen und aller Kraft“ ausschlägt. In diesem Abwägungsverhältnis dürfte in Deutschland der entscheidende kulturelle Grund liegen, warum Frauen ihre Arbeitskraft nicht mit langfristiger Entschlossenheit dem Markt zur Verfügung stellen, wie das erforderlich wäre und in Ländern wie Frankreich praktiziert wird. ..."
Für viele Akademikerinnen unterliegt das Einkommen aus Berufstätigkeit offensichtlich einem zweifachen Abwägungsverhältnis. Einmal geht es um die Zurücksetzung der Kinder durch einkommensschöpfende Arbeit. Zum anderen geht es um den persönlichen Verlust der Erfahrung gemeinsam verbrachter Zeit mit Kindern in deren frühen Lebensjahren. Die Frage wird gestellt: wozu Kinder haben, wenn man nichts von ihnen hat? Viele Frauen scheinen nicht ohne weiteres bereit, den Preis des Verzichtes auf Gemeinsamkeit mit Kindern zu entrichten, den Väter seit Menschengedenken zu zahlen gewohnt sind: nämlich beschränkte Zeit mit Kindern. So kann auf einem hohen Niveau der Lebensgestaltung die Berufsorientierung vieler Frauen heute in eine grenzwertige Abwägung geraten, die gegen die Teilnahme am Arbeitsmarkt „mit ganzem Herzen und aller Kraft“ ausschlägt. In diesem Abwägungsverhältnis dürfte in Deutschland der entscheidende kulturelle Grund liegen, warum Frauen ihre Arbeitskraft nicht mit langfristiger Entschlossenheit dem Markt zur Verfügung stellen, wie das erforderlich wäre und in Ländern wie Frankreich praktiziert wird. ..."
2 Kommentare:
Und was haben Frauenquoten, welche primär von Linken gepusht werden, mit "aufdringlichem Konservativismus" zu tun?
Naja, "progressiv" ist sowas jedenfalls auch nicht.
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